Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins!

Dies ist der erste Informationsbrief, der einerseits – wie sein Name sagt – Informationen transportieren und andererseits auch immer wieder etwas zum Nachdenken beeinhalten soll. Deshalb möchte ich, der besonderen Zeit entsprechend, etwas zum Nachdenken voranstellen.

 

Zum Nachdenken:

Am vergangenen Wochenende nahmen meine Frau und ich an den Exerzitien der Diakone in Vorau teil, die von unserem Diözesanbischof Dr. Wilhelm Krautwaschl geleitet wurden. Ein Impuls von ihm, der uns in diesen Tagen begleitet hat, war der Aufbruch Abrams (später Abraham) aus seiner Heimatstadt Haran (siehe Gen 12,1-5):

Der Herr sprach zu Abram: Zieh weg aus deinem Land, von deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde. Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. Ich will segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den will ich verfluchen. Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen. Da zog Abram weg, wie der Herr ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot. Abram war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran fortzog. Abram nahm seine Frau Sarai mit, seinen Neffen Lot und alle ihre Habe, die sie erworben hatten, und die Knechte und Mägde, die sie in Haran gewonnen hatten.

Wie ich den Bibeltext meditiert habe, ist mir die vergangene Vollversammlung, vom 27.02.2017 in Schutzengel, durch den Kopf gegangen. Ich habe noch die Worte einiger Mitglieder im Ohr, die ganz stark von Unsicherheit geprägt sind. Soll ich bzw. kann ich einfach von meinen bisherigen vier Wänden Abschied nehmen und mich voll auf etwas Neues einlassen? Brauchen mich nicht meine Kinder und Enkelkinder noch? Ist es nicht zu früh das gewohnte Umfeld zu verlassen?

Im Bibeltext lesen wir, wie sich ein 75 jähriger alter Mann mit seiner Frau, die ebenfalls im fortgeschrittenen Alter ist, auf den Weg machen und die beiden lassen sich auf ein Abenteuer ein. Ein altes Ehepaar, das keine Nachkommen hatte. Sie verlassen ihr gewohntes Umfeld und ihre feste Behausung, ziehen mit Zelten und ihre ganze Habe weg. Ein Zusage Gottes, dass sein Segen sie begleiten wird und dass er die Beiden nicht nur mit einem Kind beschenken will, sondern ein großes Volk aus ihnen machen wird.

Sind einige von euch nicht auch in dieser Situation wie Abram und stehen vor der Frage: „Kann ich es wagen weg zu gehen?“ Ich bin überzeugt, dass Gottes Segen auch unser Wohnprojekt begleitet. Vom ersten Gedanken an, über die Vision, bis zur Realisierung dieses Projektes, ist er schon mit uns gegangen. Es wäre für uns ein Leichtes zu sagen, ich bin noch keine 75 Jahre, habe bis zu diesem Alter noch 20 Jahre Zeit. Nein, meine Frau und ich sind bereit erworbenes Eigentum zu verlassen und die Herausforderung des Neuen anzunehmen. So kann ich nur sagen, habt Mut und lasst euch auf Neues ein. Es lohnt sich, davon bin ich überzeugt.

 

Aktuelles und Informationen:

Es lohnt sich immer wieder ein Blick auf die Homepage des Vereins www.sia.or.at. So hoffe ich, dass ich es bis Ende der Woche schaffe die aktuellen Grundrisspläne ins Netz zu stellen.

Bitte beachtet, dass der Bereich „Intern“ mit dem Kennwort **************** geschützt ist. In diesem Bereich will ich künftig Aktuelles den Verein und dem Vereinsleben entsprechendes festhalten.

Nach Ostern wird der Vereinsvorstand mit den Gesprächen der WohnungswerberInnen beginnen und die ersten Entscheidungen für die Wohnungsvergaben treffen. Der Vorstand schlägt der Diözese die MieterInnen und die Wohnungsauswahl dieser Personen vor. Es gelten, wie bei der Vollversammlung besprochen, folgende Kriterien:

  1. Altersgruppengerechte Aufteilung (bis 65, von 66 bis 75 und 76 Plus)
  2. Zeitpunkt der Mitgliedschaft und bezahlter Mitgliedsbeitrag.
  3. Volle Übereinstimmung mit den Vereinszielen ( vor allem betreffend gelebter Solidarität).

Wenn Fragen offen sind bitte ich diese in erster Linie per Mail an mich zu richten. Da ich beruflich sehr gefordert bin, kann ich Telefonate nur schwer entgegennehmen.

Meine Frau Gabriele und ich, wünschen Dir eine gesegnete Fastenzeit. Eine Zeit, deine Beziehung mit Gott zu betrachten und hinzuhören, was er Dir und uns allen sagen möchte. Eine Zeit, die Dich und uns alle zum Auferstehungsfest hinführen soll, dem größten Fest der Christenheit.

Lieben Gruß
Werner Figo